Marktgemeinde Velden am Wörther See
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Velden im Bild  
Gedenkstein am Kärntner Dichterweg 2010 für den Veldener Lyriker Prof. Helmut Scharf.

Prof. Helmut Scharf war gebürtiger Veldener. Der angesehene Pädagoge und Schriftsteller verstarb im Oktober 2001 in seinem Heim in Velden. Seine gelebte Humanität und Toleranz, aber auch seine kritische Stellungnahme zu Politik und Minderheitenfragen sind vorbildlich. Als Lyriker, Romancier, Erzähler, Hörspielautor und Herausgeber von Literaturzeitschriften hat er jahrzehntelang das Kärntner Literatur- und Kulturleben geprägt und beeinflusst.
Er war auch einer der wenigen Ehrenringträger Veldens.
Anlässlich seines 95. Geburtstages lud die Dichterstein Gemeinschaft Zammelsberg am 14. August zur Gedenksteinenthüllung am Kärntner Dichterweg in Zammelsberg ein. Velden war mit Bürgermeister Ferdinand Vouk, dem Kulturreferenten Dietmar Piskernig und einigen Damen und Herren des Gemeinderates, Sepp Tschebull, Obmann des MGV – Velden und der Kärntner Landsmannschaft mit seinen beiden Stellvertretern und Mitgliedern der KLM vertreten. Leider konnte Frau Scharf – die Gattin des Geehrten aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen. Die Kinder, Enkel und Urenkel waren mit Begeisterung dabei.
Anschließend an einen Bunten Abend - Mundart von Autoren der DGZ , musikalisch gestaltet vom Quintett des Kärntner Doppelsextetts zog ein Fackelzug zum Dichterweg.
Die Laudatio hielt Frau Dr. Helgard Kraigher, die Vorsitzende der Josef–Friedrich-Perkonig-Gesellschaft, dessen Mitglied Prof. Scharf auch war. Das Kärntner Doppesextett Velden ließ sich vom strömenden Regen auch hier nicht abhalten, seine Stimmen zu erheben.
Bürgermeister Ferdinand Vouk hob in seiner Ansprache die aufrechte Haltung Prof. Scharfs, das „Brückenbauende“ in der Minderheitenfrage besonders hervor. Natürlich war man nicht mit leeren Händen gekommen........

Ihr werds doch nit glabn går am End,
dåß wir von Veldn kumman mit leere Händ?
Drumm håb i a bisl nåchgedåcht –
und a klans Gedichtle zum Ånlåß Euch mitgebråcht.

Prof. Scharf håt ållemål
Büachlan gschriebn – ohne Zåhl.
Mål håt er üba Gschichtlan nåchgedåcht,
dånn håt er wieda Gedichtlan gmåcht.
Wånn ma ihn auf der Stråssn håt getroffn-
da Blick nåch innan, des Gsicht åba offn.
Hie und då – amål stehn bleibn –
denkn – wås er wohl wieda könnt schreiben.
Er håt a Freundschåftn gepflegt-
de, mit Werner Berg håt er wohl ghegt.
Wånn Werner Berg sein Freind besuacht
då hätt i sicher furchtbår gfluacht
wånn er nit a bei mir war gwesn
bei Kaffee und quatschn gsessn.
Gschaut , wia seine Bilda hängan wohl-
oda ob ma sie går umplaziern soll?
Und - ob sei „ Taufkind“ mei Hund-
is munter und a gsund.


Lei guat, dåß ålles, wås Prof. Scharf håt gschriebn
für Veldn is erhåltn bliebn.
Ans, ans is uns ållen åba gwiss-
dåß er ana der berühmtesten Veldner gwesn is.
Des ålles is der Grund allan-
dåß ma ihn heit ehrt – mit an Dichterstan.


Deshålb san ma heit auffa kumman gern -
unsa Bürgermasta mit seine Damen und Herrn.
A Åbordnung der „Veldener“ Kärntner Låndsmånschåft,
håts a zum Zammelsberg her gschåfft.
Wir san ålle recht stolz-
dåß mir- wia da Professor aus Veldn- san und aus an gånz bsundarn Holz.

Aus Stana am Weg – kånnst a Mauer Du baun –
so hoch, dåß kana mehr drüber kånn schaun.
Kånnst åba a a Bruckn baun – eine ins Lånd –
Drüber gehen – und gebn dem ÅNDERN die Hånd.


Wir wünschen Euch und a dem Feste
von Herzn nur des Ållerbeste.

Hildegard Griesser
LHStv. Kaiser empfing Kinder aus Tschernobyl in Velden.

Heute noch sind vielen von uns die Bilder vom Unfall am 26. April 1986 im ukrainischen Atomreaktor Tschernobyl gegenwärtig. Während die Folgen in Österreich und Kärnten heute nahezu nicht mehr spürbar sind, leiden die Menschen in Tschernobyl nach wie vor daran. Um vor allem den Kindern aus den betroffenen Gebieten einmal im Jahr einen erholsamen Urlaub und ein kurzfristiges Vergessen der Probleme zu Hause zu ermöglichen, laden die Marktgemeinde Velden und die Landesgruppe Kärnten des Österreichischen Jugendherbergsverbandes Jahr für Jahr einige von ihnen nach Velden, Cap Wörth ein. Heute, Mittwoch, besuchte Kärntens Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser, der zuvor auch Geschäftsführer des Österreichischen Jugendherbergeverbandes war, Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk, der Geschäftsführer von Cap Wörth Hans Fortmüller und Organisatorin Gertrude Weilinger die jungen Urlaubsgäste.
„Es ist einfach schön zu sehen, dass wir den Kindern so eine große Freude machen können. Und man lernt auch wieder zu schätzen, wie gut es einem selbst geht“, so Kaiser, der sich gemeinsam mit Bürgermeister Vouk freut, dass diese vorbildliche Aktion bereits zum sechsten Mal organisiert werden konnte.
Fünf Tage haben die 15 Kids mit ihren drei Betreuern Zeit, um in Kärnten beim Schwimmen im Wörthersee, bei Ausflügen und geselligem Beisammen sein, Kraft zu tanken für den Alltag, der sie zu Hause in der Ukraine wieder erwartet.

BU:LHStv. Kaiser begrüßte mit Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk (r), Hans Fortmüller (hinten Mitte) und Organisatorin Gertrude Weilinger (ältere Dame) die jungen Urlaubsgäste aus Tschernobyl
Die thermische nachhaltige Altbausanierung für die Volksschule Lind ob Velden stellt mit Abstand den wichtigsten Beitrag für eine wirkungsvolle Reduktion von CO2 dar. Mit Hilfe von Landes- und Bundesmittel ergibt sich für die Gemeinde Velden die Chance, die Volksschule Lind auf einen höheren Standard hinsichtlich Effizienz und Nutzerkomfort zu bringen. Diese Sanierung soll die prinzipielle Machbarkeit einer Passivhaussanierung eines öffentlichen Gebäudes dokumentieren und eine entsprechende Vorbildwirkung ausüben. Die Ziele sind eine hohe Nutzungsqualität, sehr geringer Energiebedarf und die Vorbildwirkung im modernen Schulbau.
Die Volksschule ist mit 8 Schulklassen, der Hortgruppe und der Heimat des MGV Lind, sowie mehrerer Sportvereine ein wichtiges Zentrum in Lind. Mit der Planung, Ausschreibung und Bauaufsicht wurde das Büro ARCH+MORE ZT GmbH, Arch. DI Gerhard Kopeinig, beauftragt. Die zu erwartenden Baukosten wurden mit Gesamt € 1,150.000,-- netto ermittelt.
Die Finanzierung erfolgt durch den Schulbaufonds, der Gemeinde und den Bund.
Die Ausschreibung der Leistungen erfolgte in Einzelgruppen damit auch ortsansässigen Firmen die Chance der Mitarbeit am Projekt erhalten Insgesamt sind 21 Firmen und Planungsbüros an dem Projekt beteiligt und bietet die Baustelle für ca. 100 Arbeiter über viele Monate Arbeit. Gestern wurde die Dachgleiche gefeiert, die Fertigstellung ist für September 2010 geplant.

Bild: DI Gerhard Kopeinig, Vzbgm. Birgit Fischer, BGM Ferdinand Vouk, Dir. Christian Zeichen u. DI Peter Hochkönig
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