Aus der Gemeinderat-Sitzung vom 10.1.2019

Velden gibt die Richtung vor

Zweitwohnsitzen und baulichem Wildwuchs wird ein Riegel vorgeschoben. Der Gemeinderat der Marktgemeinde Velden am Wörthersee hat in seiner ersten Gemeinderatssitzung des Jahres 2019 eine Reihe von langfristig wichtigen Beschlüssen gefasst, die auch für die gesamte Wörthersee-Region beispielgebend sind: Das neue Örtliche Entwicklungskonzept und der neue Text des Bebauungsplanes der Marktgemeinde Velden schaffen einen klaren Rahmen für eine generationentaugliche Ortsentwicklung.

Das neue Örtliche Entwicklungskonzept und die überarbeiteten Bebauungspläne werden die Entwicklung der Marktgemeinde Velden am Wörther See in den kommenden Jahren neu definieren.

Um ein solide aufeinander abgestimmtes langfristiges Gesamtkonzept aller einer Gemeinde zur Ortsentwicklung zur Verfügung stehenden Steuerinstrumentarien erarbeiten zu können, war man in Velden auch bereit, einschneidende Maßnahmen zu setzen. Aufbauend auf einer befristeten Bausperre  im Seeuferbereich und der Deklaration zur nachhaltigen Entwicklung der Seeufer, wurden homogen aufeinander abgestimmt, ein neues Örtliches Entwicklungskonzept, der Text für den Bebauungsplan der gesamten Gemeinde und eine aktualisierte Vertragsschablone für privatrechtliche Vereinbarungen zwischen der Gemeinde und Baulandwidmungswerbern ausgearbeitet und einstimmig vom Gemeinderat beschlossen. Gleichzeitig wurde als Pilotzone bereits der Detail-Bebauungsplan für den kritischen Bereich des Wörthersee Südufers mit ausgearbeitet und ebenfalls vom Gemeinderat beschlossen.

Velden als Vorbild für die Wörthersee-Region

Velden schlägt damit einen Weg ein, der beispielgebend für die gesamte Wörthersee-Region sein könnte. Innerhalb der letzten beiden hat man, unter Beiziehung erforderlicher Experten aus allen Planungs- und Rechtsbereichen, ein Gesamtkonzept ausgearbeitet, das weiteren Zweitwohnsitzen und einer ungesteuerten Bebauung und Zersiedelung im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung einen klaren Riegel vor schiebt und Mechanismen festschreibt, die sowohl die baukulturelle Qualität, als auch das Landschaftsbild und eine verantwortungsvoll gesteuerte Wirtschaftsentwicklung langfristig steuert.

Alle in diesem Zusammenhang vom Veldener Gemeinderat getroffenen Beschlüsse wurden einstimmig gefasst. Und seitens aller Fraktionen war man sich auch bewusst, dass man mit diesem Maßnahmenpaket auch langfristige Selbstverpflichtungen im Interesse nachfolgender Generationen eingegangen ist, die es in der Gegenwart auch notwendig machen, in einzelne Vorhaben steuernd einzugreifen, sie zu beschränken oder gegebenenfalls auch abzulehnen.

Neues Kärntner Gemeindeentwicklungsgesetz gefordert

Die effizienten Steuerungsmöglichkeiten der Gemeinde sind dabei aber durch zahlreiche landes- und bundesgesetzliche Bestimmungen beschränkt. Eine zentrale Rolle kommt dabei dem Kärntner Gemeindeentwicklungsgesetz zu, dessen Novellierung von Seiten des Landes seit vielen Jahren in Aussicht gestellt wird. Während Bundesländer wie Salzburg und Tirol den Gemeinden deutlich wirkungsvollere Instrumente zur Steuerung der Ortsentwicklung in die Hand gibt, hinkt Kärnten in diesem Bereich immer noch nach.

Im Veldener Gemeinderat fand die Forderung von Bürgermeister Ferdinand Vouk, das Land Kärnten solle rasch ein neues und wirkungsvolles Gemeindeentwicklungsgesetz vorlegen, dass beispielsweise bei nicht in Anspruch genommenen Baulandreserven auch Rückwidmungen ermöglicht, breite Unterstützung der anderen Gemeinderatsfraktionen.

Solide Planungsgrundlagen

Die Markgemeinde Velden hat ein neues Örtliches Entwicklungskonzept beschlossen, das die Rahmenbedingungen zumindest für die nächsten 10 Jahre sowohl für die Raumplanung und bauliche Entwicklung, damit aber auch gleichzeitig für die wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und kulturellen Perspektiven der Gemeinde vorgeben wird.

Die darin enthaltenen Grundlagen formulieren den Rahmen für zahlreiche zukünftige Detailkonzepte und Maßnahmen der Gemeinde in den Bereichen der Bebauungsplanung, Verkehrsplanung, oder Ortsbildentwicklung. Und es ist auch Steuerungsgrundlage für die Entwicklung der touristischen Bettenkapazitäten in den einzelnen Ortsteilen und die Eindämmung des Zuwachses an Zweitwohnsitzen.
Auf einer übergeordneten Ebene wird die funktionale Gliederung der einzelnen Ortsteile beschrieben. Auf Basis von Prognosen über die künftige Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung enthält das Örtliche Entwicklungskonzept auch Planungsgrundlagen und Ziele für wichtige Themen wie Wohnbaupolitik, Tourismusentwicklung, aber auch für die von der Gemeinde auf Grundlage dieser Prognosen sicher zu stellenden Strukturen und Kapazitäten in den Bereichen der Versorgungsinfrastruktur und gemeindeeigenen Einrichtungen wie Schulbauten, Kindergärten oder der technischen Versorgungsinfrastruktur.

Das Örtliche Entwicklungskonzept formuliert aber auch die Prinzipien für den Umgang mit Natur- und Erholungsräumen. Es enthält Einzelmaßnahmen, die den Schutz der Seeufer, der ökologischen Vernetzung der Wälder und Naturräume im Gemeindegebiet mit ihren verschiedenen Biotopen und Ufergehölzen betreffen.

Erarbeitet wurde das Örtliche Entwicklungskonzept unter Federführung der Ziviltechnikerbüros von DI Günter Lagler von der Lager, Wurzer & Knappinger Ziviltechniker GmbH  und DI Richard Resch. Die naturräumlichen Grundlagen im Seeuferbereich lieferte die Eb&p Umweltbüro GmbH, die baukulturellen Grundlagen kamen von ARCH+MORE ZT GmbH. Der gesamte Planungsprozess von nunmehr über zwei Jahren erfolgte in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Bauamt, dem Planungsausschuss, verschiedenen Fachausschüssen sowie dem Architekturbeirat der Marktgemeinde Velden.

Bebauungspläne legen die Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Bauvorhaben fest.

Der vom Veldener Gemeinderat ebenfalls einstimmig beschlossene Textliche Bebauungsplanes legt die wesentlichen Vorgaben für die Planung und Gestaltung neuer Bauvorhaben im gesamten Gemeindegebiet fest. Auf der Grundlage dieser Textfassung des Bebauungsplanes werden in weiterer Folge Schritt für Schritt die Teilbebauungspläne für die einzelnen Ortsteile erstellt.

Begonnen wird mit den Kernbereichen rund um den Wörthersee. Für den Bereich des Wörthersee Südufers wurde der neue Bebauungsplan bereits ausgearbeitet. In enger Zusammenarbeit des Bauamtes mit einer Planungsgemeinschaft aus Ziviltechnikern und Architekten unter Federführung von DI Richard Resch und DI Gerhard Kopeinig vom Architekturbüro ARCH+MORE ZT GmbH wurden die Vorgaben für die einzelnen Bereiche des Südufers entwickelt.

Bei der Festlegung des Bebauungsplanes für das Südufer war es der Gemeinde Velden besonders wichtig, einen offenen Dialog mit allen betroffenen Eigentümern zu führen. Nach der öffentlichen Präsentation im Sommer 2018 konnten auch Einwendungen zur Erstauflage des Bebauungsplanentwurfes vorgebracht werden.

In Einzelgesprächen mit allen  Einwendern wurde im Einzelnen diskutiert, welche Möglichkeiten der Realisierung künftiger Bauvorhaben auf den jeweiligen Grundstücken bestehen. Unter begleitender Beratung der von der Gemeinde beauftragten Ziviltechniker wurde mit den betroffenen Eigentümern erörtert, wie künftige Bauvorhaben und Projekte mit den Vorgaben des neuen Bebauungsplanes in Einklang gebracht werden können. Dabei wurde auch versucht, die neuen Zielsetzungen der Gemeinde näher zu bringen und Verständnis für die Raumordnungsinteressen der Gemeinde zu erwirken.
Durch diesen Dialogprozess ist es gelungen, mit der weit überwiegenden Zahl der Grundstückbesitzer einen Rahmen zu erarbeiten, innerhalb dessen sie ihre künftigen Vorhaben  in einer Weise entwickeln können, die auch den übergeordneten Interessen der Ortsbildpflege und Raumgestaltung entsprechen.

Im Bebauungsplan werden beispielweise Baulinien festgelegt, innerhalb derer künftige Bauten errichtet werden können. Diese tragen dazu bei, ein geordnetes Bebauungsbild zu erzeugen und auch wichtige Sichtachsen freizuhalten. Geregelt werden auch Bebauungsdichten, Bebauungsweisen und maximale Geschosshöhen. Die Festlegung von Baulinien oder maximalen Höhen von Zäunen soll unter anderem dazu beitragen, dass der freie Blick auf den See nicht vollständig verbaut wird.
Erstmals wurden auch Regelungen für das Grünland im Seebereich festgelegt. Damit soll einer weiteren Verbauung der Seeufer Einhalt geboten werden.

Der Bebauungsplan ist auch eine Hilfe, um potenzielle nachbarschaftliche Konflikte schon im Vorfeld zu vermeiden. Durch die Festlegung von maximalen Bauhöhen und Abständen ist auch für die jeweiligen Nachbarn ein gesicherter Rahmen gewährleistet, der deren Interessen schützt.

Es liegt in der Natur des erforderlichen Interessensausgleiches zwischen Individual- und Gemeinwohlinteressen, dass es auf der Grundlage des rechtlichen Rahmens, den der Bebauungsplan schafft, für die Gemeinde in Einzelfällen erforderlich ist, Bauvorhaben auch abzulehnen oder mit Auflagen zu versehen.

Für die Marktgemeinde Velden geht es dabei vor allem darum, eine Balance zwischen den Interessen einzelner Investoren, den Interessen der Bevölkerung und der unmittelbaren Nachbarschaft zu schaffen. Die Entwicklung der Gemeinde soll so gesteuert werden, dass Gemeinwohlinteresse, wirtschaftliche und touristische Interessen sowie private Vorhaben bestmöglich aufeinander abgestimmt sind.

Ein intaktes Orts- und Landschaftsbild ist eine Ressource, die nur einmal verbraucht werden kann.

Ein intaktes Orts- und Landschaftsbild ist gerade für eine Tourismusgemeinde wie Velden am Wörther See auch eine wichtige langfristige wirtschaftliche Ressource. Denn das ist es, was auch die meisten Menschen (abseits einzelner Großevents) in ihrem Urlaub suchen und erleben wollen: Sie sehnen sich nach Orten an dem sie sich wohlfühlen können, dessen baukulturelle Schönheit sie anzieht und der ihnen auch die Möglichkeit bietet, eine intakte Natur erleben zu können. Alle diese Faktoren sind gleichzeitig auch ein zentrales Element für das Wohlbefinden der Bewohner selbst.

Für die Wörthersee-Region ist der Tourismus seit den 1970er Jahren ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Er ist auch für die Marktgemeinde Velden die wichtigste Grundlage für ihren wirtschaftlichen Erfolg. Die mit der Tourismusentwicklung einher gegangene Verbauung, vor allem des Wörthersee-Ufers seit den 1970er Jahren hat aber auch dazu geführt, dass man damit gleichzeitig genau jene Ressource immer stärker verbraucht hat, die die Grundlage des Tourismus bildet. Wenn man den „Verbrauch“ der Landschaft und die Überformung des Ortsbildes nicht steuernd einbremst und qualitätvoll wieder aufwertet, entzieht man künftigen Generationen ihre Lebensperspektiven.

Als zusätzliche Herausforderung kommt hinzu, dass sich die Strukturen dieses Immobilienbooms und die Betriebskonzepte der Tourismusbetriebe deutlich verändert haben. Waren es in den19 70er und 80er Jahren noch hauptsächlich klassische Beherbergungsbetriebe, Pensionen und Hotels, die gebaut wurden und deren Häuser auch Arbeitsplätze im eigenen Betrieb schaffen, haben in den vergangenen Jahren die Zweitwohnsitzimmobilien, die oft nur wenige Wochen im Jahr benutzt werden, deutlich zugenommen. Abgesehen von den damit zu erzielenden Renditen für Immobilieninvestoren, schaffen Zweitwohnsitze aber im Gegensatz zu traditionellen Beherbergungsbetrieben kaum Wertschöpfung und Arbeitsplätze vor Ort, treiben damit aber gleichzeitig die Immobilienpreise für die ortsansässige Wohnbevölkerung stark in die Höhe.

Architekturbeirat als Qualitätssicherungsinstrument

Auch ein solides Örtliches Entwicklungskonzept, Flächenwidmung- und Bebauungsplanung reichen nicht aus, um eine hochwertige Baukultur zu garantieren. Um Bauvorhaben in einer qualitätssichernden Form begleiten zu können, hat die Gemeinde Velden daher bereits vor 10 Jahren einen Architekturbeirat eingesetzt, der sowohl die Gemeinde selbst als auch private Bauwerber bei der Umsetzung ihrer Vorhaben berät.

Die Gestaltung der Begegnungszone im Ortszentrum, die etappenweise erweitert werden soll, aber auch die Begleitung von Projekten wie dem Schloss Velden oder des Gemonaplatzes und eine Reihe von weiteren Projekten wurden in den vergangenen 10 Jahren vom Architekturbeirat betreut. Die umgesetzten Projekte machen deutlich, dass die Erhaltung, Qualitätssicherung und laufende Aufwertung des Ortsbildes und der Baukultur eines Ortes nur gelingen kann, wenn man bei jeder einzelnen Maßnahme Kraft, Ideen und Kreativität investiert, um sowohl im Interesse der einzelnen Bauwerber als auch im Interesse aller Bewohner nach der jeweils bestmöglichen Lösung sucht.

Die Kraft liegt in der Gemeinsamkeit

In der Gemeinderatssitzung des Veldener Gemeinderates in dem das neue Örtliche Entwicklungskonzept, der Text für den Bebauungsplan,  sowie der Detailbebauungsplan für das Wörthersee-Südufer einstimmig beschlossen wurden, waren sich alle Gemeinderatsfraktionen darin einig, dass der von Velden damit eingeschlagene Weg eine Vorbildfunktion für die gesamte Wörtherseeregion hat. Er wird vor allem dann erfolgreich sein, wenn er in engagiertem Dialog und lebendiger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und der lokalen Wirtschaft gemeinsam gegangen wird. Bürgermeister Ferdinand Vouk fasste das Ergebnis der Sitzung so zusammen: „Die Bevölkerung und die nachfolgenden Generationen haben ein Recht auf Lebensqualität. Und mit diesen von allen gemeinsamen getragenen Beschlüssen haben wir eine ganz wichtige Grundlage dafür geschaffen.“

FOTOINFORMATION:
2 Jahre hat ein Expertenteam gemeinsam mit der Gemeinde am neuen Örtlichen Entwicklungskonzept, dem Text für den Bebauungsplan und dem Süduferbebauungsplan gearbeitet.
Von links: DI Markus Moser, Bauamtsleiterin Mag. Daniela Riepan, DI Richard Resch, Bürgermeister Ferdinand Vouk, DI Hartwig Wetschko, Arch DI Gerhard Kopeinig
Copyright: Hermann Sobe

Benefiz-Punschausschank beim Veldener Advent!

Benefiz-Punschausschank beim Veldener Advent!

Die Veldner Unternehmer Franz Pfauser  und Andrea Mayer-Rinner haben im Rahmen des Veldener Advent eine Spendenaktion für die JUNO-Jugendnotschlafstelle in Klagenfurt gestartet. An jedem Adventwochenende stellten sich prominente Persönlichkeiten in den Dienst der guten Sache und schenkten fleißig Punsch aus.  Am letzten Adventsonntag  konnte im Beisein von Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk mit großer Freude und Dankbarkeit ein Betrag von € 4.500,-- an die JUNO übergeben. Die Initiatoren freuen sich, damit einen kleinen Beitrag für das in Planung befindliche „Zweithaus“ geleistet zu haben.

Königlicher Besuch bei Veldens Gemeindeoberhaupt!

Königlicher Besuch bei Veldens Gemeindeoberhaupt!

Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk bekam königlichen Besuch der „Heiligen Drei Könige“ und freute sich über die charmant überbrachte Friedensbotschaft von Caspar, Melchior und Balthasar. Diesmal überbrachten erstmals Schülerinnen und Schüler der International School Carinthia aus Velden die frohe Botschaft. Begleitet wurden sie von Frau Dr. Gabriele Zinnauer.
Natürlich unterstützt die Marktgemeinde Velden die Dreikönigsaktion und der hofft der Bürgermeister, damit  einen kleinen Teil beitragen zu können, um die zahlreichen Hilfsprojekte der katholischen Jungschar in  Afrika, Asien und Lateinamerika zu realisieren.

Foto/Gemeinde

Veldener Feuerwehren luden zum Christbaumversenken

Veldener Feuerwehren luden zum Christbaumversenken

Zahlreiche Besucher kamen einen Tag vor dem Heiligen Abend zum traditionellen Veldener Christbaumversenken in den Kurpark, dass die Freiwilligen Feuerwehren Velden und Kerschdorf und die Veldener Tourismusgesellschaft organisierten. Dabei wurde wieder allen im Wörthersee Verunglückten gedacht. Der Brauch vor Weihnachten gilt auch als Dank dafür, dass alle Einsatzkräfte wohlbehalten von ihren riskanten Rettungseinsätzen zurückgekehrt sind. Den Segen sprach Pfarrer Martin Satlow und musikalisch umrahmt wurde die besinnliche Feier vom Arnulf Aichholzer Duo.

Foto/priv
Bild: Pfarrer Martin Satlow, AFK Manfred Brugger, OBI Harald Simtschitsch, BGM Ferdinand Vouk, Mitglieder der Jugendfeuerwehr und das Arnulf Aichholzer Duo

Aus dem Gemeinderat vom 13.12.2018

Veldener Gemeinderat beschließt einstimmig Budget 2019


Sehr sachlich und von allgemeiner Zufriedenheit geprägt verlief die letzte Sitzung des Veldener Gemeinderates im Jahr, in welcher traditionell die Beschlussfassung über das Budget im Mittelpunkt stand. Finanzreferentin Vizebürgermeisterin Mag.a Birgit Fischer legte den GemeinderätInnen einen in Einnahmen und Ausgaben  ausgeglichenes Budgetentwurf 2019 über 24,77 Mio. Euro im ordentlichen Haushalt und 2,83 Mio. Euro im außerordentlichen Haushalt vor. Als große Vorhaben für 2019 und mittelfristig bis 2023 nannte sie den Umbau des Amtshauses zu einem modernen, bürgerfreundlichen und behindertengerechten Verwaltungszentrum, die Erhöhung der Versorgungssicherheit bei der Wasserversorgung mit € 400.000,--, den Neubau des Bauhofes und Altstoffsammelzentrums mit €  800.000,-- für 2019 und weiteren € 500.000,-- in den Folgejahren, die Verbesserung des Hochwasserschutzes mit € 330.000,--für 2019 und mittelfristig mit mehr als  1 Million Euro. Für einen neuen Dorfplatz in St. Egyden sind vorerst € 250.000,-- reserviert und das Straßeninvestitionsprogramm wird 2019 fortgesetzt (€ 310.000,--). Und Velden kann sich auch weiterhin viele Annehmlichkeiten leisten. So nannte die Finanzreferentin Gesundheitsvorsorge, Demenzberatung, Bildungsprojekte wie die Elternschule oder Sprachentag, Bedarfstaxi, Agrarförderungen, Jugendförderungen, Gemeindebad und vieles mehr als positive Beispiele. Ein großes Anliegen ist ihr auch eine optimale Kinderbetreuung. „An allen 4 Bildungsstandorten bieten wir insgesamt 390 Betreuungsplätze für 2- bis 10- Jährige und das bei täglichen Öffnungszeiten bis zu 10,5 Stunden und an nahezu allen Tagen im Jahr. Darauf bin ich echt stolz“ sagt die Vizebürgermeisterin Mag.a Birgit Fischer.
„Die Gemeinde ist auch ein wichtiger Arbeitgeber und Auftraggeber für die heimische Wirtschaft,“ bekräftigt Bürgermeister Ferdinand Vouk. 85 Ganzjahresstellen und bis zu 15 Saisonarbeitsstellen sind im Stellenplan der Gemeinde ausgewiesen. Der Anteil der Personalkosten an den Gesamtausgaben ist mit € 4,53 Mio  oder 18,8 % im Vergleich mit anderen Gemeinden vergleichsweise moderat.
Und er berichtet über eine sehr erfreuliche Entwicklung bei den Nächtigungen. „Wir haben heuer schon bis Ende 30.11.2018  505.000 Übernachtungen, das ist ein Plus von 2,6 %. Wir werden heuer auf weit über 515.000 Nächtigungen kommen“. Ganz sicher ein Antreiber für diese positive Entwicklung ist der Veldener Advent, der heuer das 16. Mal stattfindet und immer beliebter wird. „20.000 Menschen waren am 8. Dezember im Ort unterwegs,“ so der Bürgermeister.
Geehrt wurden  zwei verdiente Veldener Persönlichkeiten aus Sport und Kultur: Günther Kiko, langjähriger Obmann des Veldener Turnvereins und Lenčka Kupper, Kinderbuchautorin aus Velden erhielten die Ehrenurkunde.
Traditionell blickten die Fraktionssprecher in dieser letzten Sitzung im Jahr zurück auf das Geleistete. Unisono lobten alle vier Fraktionen die überaus konstruktive und sachliche Zusammenarbeit und den gegenseitigen Respekt, mit dem man sich im Gemeinderat begegnet. „Dieses Miteinander hat die Gemeinde weitergebracht und ich wünsche mir dass es künftig so bleibt,“ sagte Bürgermeister Ferdinand Vouk abschließend.

Seitenwechsel in der Volksschule Lind ob Velden

Seitenwechsel in der Volksschule Lind ob Velden

Nicht die Erwachsenen sondern die Kinder hatten an diesem besonderen Abend im Rahmen des 5-Jahres- Jubliäums  der „Elternschule Lind ob Velden“ als Vortragende das große Sagen. Werden üblicherweise Referenten zu diversen Themen geladen, um Eltern im Umgang mit ihren Kindern „weiterzubilden“, so waren es diesmal deren Sprösslinge im Alter von 6-12 Jahren selbst. Freiwillig und zu Themen, die das Kinderherz bewegen, wurde großartig referiert: über den persönlichen Blick auf die Schule bis zur Tier-und Musikinstrumentenkunde. Begeisterung, Mut, Selbstbewusstsein, Redegewandtheit und das große Wissen der kleinen Lehrenden beeindruckten in höchstem Maße die elterliche Zuhörerschaft in der vollbesetzten Aula der Schule. Ein würdiger Abschluss der Veranstaltungsreihe des Wintersemesters, ein guter Grund zur Vorfreude auf  sicherlich viel Interessantes und Neues im Sommersemester. Die Lindner Elternschule ist ein Beitrag zur Begegnungskultur im Dorf und erfeut sich mittlerweile schon größter Beliebtheit. A multos annos.

Fotos/privat

Chefin der Veldner Pensionistenkegler wurde 80!

Chefin der Veldner Pensionistenkegler wurde 80!

Kaum zu glauben, aber wahr! Maria Morak, die quirlige und lebensfrohe Selpritscherin feierte dieser Tage gesund und munter ihren 80. Geburtstag. Ihre große Familie und die vielen Freunde der Kegelrunde des Pensionistenverbandes Velden ließen das Geburtstagskind hoch leben.
Als Mitglied des Vorstandes sowie in ihrer 30-jährigen Funktion als Gruppenleiterin der KeglerInnen ist sie eine unentbehrliche Stütze des Pensionistenverbandes.  Mit ihrer roten Trillerpfeife dirigiert  -  ab und wann auch diszipliniert -  sie recht erfolgreich das Kegelteam und spornt dieses zu Höchstleistungen an. Unzählige Siege und Podiumsplätze krönen ihre Vereinsarbeit. Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk,  Obmann Josef Juch vom  Pensionistenverband Velden sowie GR Walter Kupper gratulierten der jung gebliebenen Jubilarin.  Für gute Stimmung und herzliches Lachen sorgten u. a. die persönlich vorgetragenen Gedichte des Obmannes und der Mitglieder  aus der Kegelrunde, die  mit pointierten Vorträgen das Geburtstagskind liebevoll beschrieben.
Foto/Sobe

Große Ehre für Veldens Line-Dancer!

Große Ehre für Veldens Line-Dancer!

Melitta Sapper, engagierte Obfrau der Veldner Line-Dancer wurde kürzlich im Rahmen des wöchentlichen Trainings vom Besuch des Veldner Bürgermeisters Ferdinand Vouk und des Lindner Gemeinderates und OGL-Obmann Walter Kupper überrascht. Und die beiden kamen nicht mit leeren Händen, sondern mit der Zusage,  dass Veldens Line-Dancer künftighin Veldens Wappen auf der Vereinsausstattung verwenden dürfen.  Die Überraschung, welche die Line-Dancer für ihre Obfrau planten, war gelungen. Die Freude war aber nicht nur bei der „obersten“ Line-Dancerin groß, sondern auch bei den übrigen „Freelinern“.  Die gerührte Obfrau gab das Versprechen ab, auch im neuen Jahr mit den Freelinern  für schwungvolle  Auftritte bei vielen Festlichkeiten, wie z. B.  bei den Gesundheitstagen oder dem  Lindner Erntedankfest zu sorgen.

Foto/Sobe

 

 

Ein Hoch dem Geburtstagskind!

Ein Hoch dem Geburtstagskind!

Dieser Tage hat die FF Kerschdorf, angeführt von Kommandant Harald Simtschitsch und seinem Stellvertreter Siegfried Nagele, das „runde“ Geburtstagskind und langjährigen FF-Kameraden Edmund Smole, von den Kameraden liebevoll „Mundl“ genannt,  zu seinem 60. Geburtstag hochleben lassen. Neben den herzlichen Glückwünschen wurde auch ein Geschenkkorb von den Kerschdorfer Kameraden überreicht. Im Kreise seiner Familie, Freunde und FF-Kameraden wurde der Ehrentag  dann noch sehr ausgiebig  gefeiert.

Foto/privat

60 Jahre Velden – Gemona! Eine Partnerschaft jubiliert!

60 Jahre Velden – Gemona! Eine Partnerschaft jubiliert!

In Velden und Gemona standen die letzten Wochen des zu Ende gehenden Jahres ganz im Zeichen der Feierlichkeiten anlässlich ihrer  60-jährigen Gemeinde-Partnerschaft.  Anfang November war Velden in seiner Partnerstadt Gemona zu Gast,  wo u. a. in der  „Via Velden“ eine LesArtBox feierlich eröffnet wurde. Zum ersten Adventwochenende lud Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk die  „italienischen Amici“ aus Gemona zum Gegenbesuch ein, wo im Festsaal des Gemeindeamtes eine sehr feierliche aber auch lebendige Jubiläumsfeier unter großer Beteiligung  des öffentlichen Veldner Lebens stattfand. Der Veldener Gemeinderat empfing die große italienische  Abordnung  am Gemonaplatz vor dem Gemeindeamt sehr herzlich und das ansonsten doch recht ruhige Amtsgebäude wurde durch fröhliches Kinderlachen,  Musik und Gesang richtig lebendig. Lebendig, wie die seit 1958 bestehende Partnerschaft, die vom damaligen Veldener Bürgermeister Prof. Heinrich Ebner als großen Friaul-Fan mit Senatore Fantoni  begründet  wurde.
Im Jahr 1976, als die Erde in Friaul mit verheerenden Folgen bebte, da bewies Velden, was wahre Freundschaft ist.  Nicht nur Veldens Gemeinderat mit dem damaligen Bürgermeister Prof. Mag. Valentin Petritsch sondern auch die Veldner Wirtschaft mit Gertraud Lunacek an der Spitze sowie viele Veldener bewiesen mit einer unglaublichen Hilfsaktion gelebte  Nächstenliebe. So kam es, dass das Leid die beiden Gemeinden und deren Bevölkerung  noch mehr verband. Aber an diesem Wochenende war keine Zeit für traurige Augenblicke und so wurde unter großem Applaus die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden begleitet. Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch die Alban Berg Musikschule, dem Chor der Volksschule Velden und dem Kinderchor von Gemona. Veldens Gemeindearchivar Dr. Andreas Kleewein führte souverän durch das kurzweilige Festprogramm, im Anschluss daran wurde die interessante Ausstellung über die 60-jährige Partnerschaft im Wappensaal des Gemeindeamtes eröffnet. Nach dem gemütlichen Ausklingen des Festes am Veldener Advent verabschiedete Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk  die Freunde aus Gemona mit den Worten „Viva Gemona, viva Velden! Amici per sempre!“

Foto/Sobe

Bundespräsident Alexander Van der Bellen machte in Velden Zwischenstopp!

Bundespräsident Alexander Van der Bellen machte in Velden Zwischenstopp!

Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk zeigte sich über den  Zwischenstopp unseres Staatsoberhauptes in Velden sehr erfreut. Im Rahmen des präsidialen Kärnten-Besuches, wo er  an der Universität Klagenfurt bei der Verleihung der höchstmöglichen Auszeichnung, nämlich bei zwei Promotionen „sub auspiciis“ dabei war und in Villach einen Betriebsbesuch bei Infineon abstattete,  machte UHBP Alexander Van der Bellen  Velden seine Aufwartung. Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk und Casino-Direktor Paul Vogel hießen den Bundespräsidenten im winterlichen Velden herzlich willkommen. Gemeinsam mit Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser nahm er anschließend am Festakt zum 25-jährigen Bestehen der Kinder- und Jugendanwaltschaft im Casineum teil.

Foto/LPD