Der Bürgermeister

Der Bürgermeister der Marktgemeinde Velden

Ferdinand Vouk
Bürgermeister seit September 2001

Sprechstunden: Donnerstags ab 13:00 Uhr
Bitte vereinbaren Sie telefonisch einen Termin
mit Frau Sussitz (04274/2102-32).

 

Kontaktdaten:

Bürgermeister     Ferdinand Vouk
Telefon04274/2102-31
Mobil0699/13 21 02 02
E-Mailvelden.buergermeister@ktn.gde.at
Büro2. Stock Zimmer Nr. 7

Referent für:

  • Strategische Gemeindeplanung
    (OEK, Flächenwidmung, Tourismus)
  • Personal
  • Soziale Dienste
  • Fürsorge
  • Wohnungswesen

Sekretariat - Bürgermeister

Sekretariat - Bürgermeister

KontaktpersonAngelika Sussitz
Telefon04274/2102 32
E-Mailvelden.direktion@ktn.gde.at
Büro2. Stock Zimmer 7

Kontaktperson

Desiree Armbrust
Telefon04274/2102 60
E-Mailvelden.direktion@ktn.gde.at
Büro2. Stock Zimmer 7

 

 

Aktuelles vom Bürgermeister

Liebe Gemeindebürgerinnen,
liebe Gemeindebürger!

Der Mai bringt für uns alle nun endlich die lang ersehnten Lockerungen und die Öffnung von Gastronomie und Hotellerie mit sich. Unser schöner Ort wird sicher wieder zahlreiche Gäste anlocken, worüber wir uns sehr freuen, dennoch stehen auch in diesem Sommer die Sicherheit und Gesundheit aller Bewohner*innen, Gäste und anderen Beteiligten für uns im Vordergrund: Gesundheit geht vor Geschäft! Wir haben uns dafür rechtzeitig auf Gemeindeebene mit der Wirtschaft abgesprochen und die zuständigen Behörden ersucht, uns bestmöglich bei den Öffnungsschritten zu unterstützen. Denn nur damit ermöglichen wir allen eine sichere und erfolgreiche Sommersaison. Ich bitte Sie, auch weiterhin die Maßnahmen und Regeln zu beachten und unser großzügiges Testangebot anzunehmen. Ich verstehe den Wunsch der Bevölkerung und der Wirtschaft nach einer raschen Öffnung, doch die Sicherheit geht vor, und deswegen müssen wir vorsichtig und mit Bedacht die Öffnungsschritte begleiten.

Erfreuliche Nachrichten gibt es auch aus anderen Wirtschaftszweigen, so hat Anfang Mai der modernste EUROSPAR Kärntens in Selpritsch eröffnet. Zu den bereits bestehenden 30 Arbeitsplätzen werden fünf zusätzliche geschaffen, und für die Kund*innen stehen mehr Verkaufsfläche und ein großes, regionales Angebot zur Verfügung. Das nachhaltige Ortsgestaltungs- und Baukonzept ist in vielen Bereichen vorbildlich, von Photovoltaik über LED-Beleuchtung bis hin zum Begrünungskonzept.

In Lind ob Velden ist der Gebrauchtwagenhändler „Online Cars“ jetzt „vorgefahren“ und eröffnet auf dem ehemaligen Esto-Fabriksgelände einen Prestige-Standort. Geplant sind eine große, überdachte Ausstellungsfläche, eine Werkstatt, eine Waschanlage sowie ein 3D-Fotostudio. Auf dem Gelände werden bis zu 700 Gebrauchtwagen zum Verkauf angeboten und 15 Mitarbeiter*innen beschäftigt. Als Klimabündnisgemeinde begrüßen wir das Umsetzen einer Photovoltaikanlage auf dem Dach mit 400 kWp. Ich war bei einem Betriebsbesuch vor Ort und ersuchte dabei, einen Tag der offenen Tür zu veranstalten, um die Bevölkerung zu informieren.

Der neue Gemeinderat hat seine Arbeit aufgenommen, und die erste Gemeinderatssitzung verlief sehr konstruktiv. Einstimmig wurde die Geschäftsverteilung auf die 7 Vorstandsmitglieder sowie die Nominierung von Gemeindevertreter*innen in verschiedene Verbände und Kommissionen beschlossen. Herzlichst begrüßt wurden die neuen Gemeinderät*innen und die beiden neuen Vorstandsmitglieder – Vzbgm. Markus Fantur, zuständig für Umwelt, Feuerwehren, Jugend, Kultur und Abfallwirtschaft, und Gemeindevorständin Doris Schober-Lesjak, MAS als Finanz- und Bildungsreferentin.

Die Pandemie hat der Digitalisierung einen wesentlichen Schub verliehen, und wir wollen die daraus entstandenen Chancen für die Gemeinde, die Bevölkerung und den Wirtschaftsstandort Velden nutzen. Daher werden wir verstärkt in Hard- und Software investieren. Alle Fraktionen haben sich dazu bekannt, und wir haben die Priorität auch in einem eigenen Ausschuss dafür dokumentiert. Um diesen wichtigen Bereich motiviert und rasch voranzutreiben, wurde Anfang Mai eine FH-Abgängerin befristet eingestellt, die gemeinsam mit den politischen Gremien eine Digitalisierungsoffensive umsetzen wird. Dabei soll auf dem Vorhandenen und den Erkenntnissen des seit einem Jahr laufenden Pilotprojektes, das wir mit der FH umsetzen, aufgebaut werden. Dazu gehören drei Punkte: Außenauftritt/PR der Gemeinde, digitales Bürgerservice und digitale Bürgerbeteiligung sowie die interne Verwaltung. Ziel des Projektes ist es, ein gesamtheitliches Konzept einer Digitalisierungsstrategie für die Gemeinde Velden im Zuge der „Digitalisierungsoffensive“ zu erarbeiten.

Aufatmen können wir in Bezug auf unser Hochwasserschutzprojekt in Latschach! Das Projekt wurde bereits eingereicht, die Wasserrechtsverhandlung ist für den 09.06.2021 anberaumt. Der Baubeginn ist für 2022 vorgesehen. Die Gesamtkosten für unseren Abschnitt betragen 4,5 – 5 Mio. Euro, davon übernehmen wir als Gemeinde 20 %, auf 3 Jahre zahlbar. Aufgrund des Gefahrenpotenzials für die Bevölkerung in der Ortschaft Latschach wird das Projekt allen anderen Maßnahmen vorgezogen.

Ein weiterer wichtiger Punkt für Veldens Zukunft: Velden wird grüner werden. Im Gemeindevorstand haben wir ein Grünraumkonzept beschlossen, das mit Expert*innen erarbeitet wird. Inhaltlich geht es um kurzfristige Pflege- und Pflanzmaßnahmen und die Attraktivierung bzw. Schaffung neuer Grünflächen.

Abschließend möchte ich mit Ihnen in die Vergangenheit und die Zukunft blicken und über eine Ausstellungseröffnung informieren. Obwohl seit dem Zusammenbruch der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft beinahe 80 Jahre vergangen sind, soll und darf es nicht zu spät sein, an die NS-Opfer und jene Mitbürger*innen, die inmitten von Willkür und Terror ihr Leben ließen, zu erinnern und ihrer in würdiger Form zu gedenken. Das Projekt „Vererbtes Schweigen, verdrängte Erinnerung. Velden unterm Hakenkreuz 1938 – 1945“ setzt sich mit einem schwierigen Kapitel der jüngeren Zeitgeschichte der Marktgemeinde Velden am Wörther See auseinander. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Zeit des Nationalsozialismus in unserer Region fördert Unangenehmes zutage. An den Repressionen und Gräueltaten gegenüber ihren Mitmenschen haben sich neben Veldener Bürger*innen auch Repräsentanten der Gemeindeverwaltung beteiligt. Sei es bei den Enteignungen jüdischen Eigentums oder der Erstellung schwarzer Listen, die bei den Deportationen slowenischer Mitmenschen zum Einsatz kamen. Ich bin stolz darauf, dass wir 2019 einstimmig die Ausstellung im Sinne einer gelebten Gedenkkultur beschlossen haben. Das Projekt wollten wir im Gedenkjahr 2020 der Öffentlichkeit präsentieren. Dies war aufgrund der Pandemie leider nicht möglich. Aber: Die Opfer dürfen nicht vergessen werden, und wir werden auch in Zukunft ihrer gedenken. Für die Gemeindevertretung wird es auch weiterhin ein großes Anliegen sein, die Spuren der Opfer, die diese in Velden hinterlassen haben, zu ehren und zu würdigen. Ich danke Dr. Werner Koroschitz und DI Ernst Dragaschnig vom slowenischen Kulturverein Drabosnjak, die mit viel Einfühlungsvermögen und Professionalität den Blick nicht nur in die Vergangenheit richten, sondern unserer Generation und vor allem der Jugend auch vor Augen führen, was geschieht, wenn man die Menschenrechte und damit die Würde des Menschen missachtet! Wir wollen mit der Ausstellung und der Publikation den Opfern ihre Identität und Würde wiedergeben. Die Ausstellungseröffnung findet am 02.06.2021 um 18.00 Uhr am Gemonaplatz statt.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Start in den Frühsommer und freue mich darauf, Sie bei einem gemütlichen Kaffee – unter Einhaltung aller Maßnahmen – wieder treffen zu können!

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Bürgermeister Ferdinand Vouk